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Dienstag, 24. November 2020

"Eine Prise Mord: Der achte Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens



Das Thema
Daisy und Hazel sind zurück in Deepdean, und die Schule bereitet sich auf die große Feier zum 50-jährigen Bestehen vor! Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch Deepdean scheint sich verändert zu haben: Daisy hat ihren Beliebtheitsstatus an eine neue faszinierende Mitschülerin verloren, und viele ihrer Verbündeten sind jetzt plötzlich Feinde der Detektei. Dann werden die Mädchen Zeuginnen eines schockierenden Vorfalls in den nahe gelegenen Wäldern - ein Verbrechen, das sicher mit dem Jahrestag in Verbindung steht. Als die Eltern zum Jubiläum anreisen, kommen jahrzehntelange Rivalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche, ein Mord geschieht und damit steht die Zukunft von Deepdean auf dem Spiel. Können die Mädchen den Fall lösen - und ihr Zuhause retten?

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knesebeck Verlag


Nach all den wilden und erwachsenen Abenteuern, die wir dieses Jahr erlebt haben, dachte ich, es würde sich seltsam anfühlen, zurück an die Deepdean zu kommen. Doch stattdessen kommt es mir vor, als wären wir nie fort gewesen, nicht wirklich. Daisy und ich sind Deapdean-Schülerinnen, und - egal wohin wir gehen - diese Schule ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. So viel wir auch herumkommen, ist sie der eine beständige Ort, den wir haben - S. 19


Das Leseerlebnis
Wenn man bereits acht Bände einer geliebten Reihe gelesen hat, hat man bei jedem neuen Buch das Gefühl nach Hause zu kommen. Personen und Gepflogenheiten sind vertraut, man fühlt sich in der Geschichte sofort heimisch. Bei "Eine Prise Mord", dem achten Detektivfall der Schülerinnen Daisy Wells und Hazel Wong, kehren die beiden (mal wieder) an den Ausgangspunkt ihrer Detektei zurück, an die Mädchenschule Deepdean, im England der 1930er Jahre. Ein neuer, spannender Fall, bei dem Leser*innen mitdenken und miträtseln dürfen.

Irgendwie ist es für Hazel seltsam, zurück in Deepdean zu sein. Es ist anders als zuvor, und es scheint viel Rivalität unter den Schülerinnen zu geben. Auch Daisy hat an Dingen zu knabbern, denn plötzlich ist sie nicht mehr die beliebteste Schülerin; ein anderes Mädchen hat ihr den Rang abgelaufen. Und dann steht auch noch ein Jubiläum an. Deepdean wird 50! Viele Eltern und Gäste werden erwartet. Alle Mädchen sollen bei den Vorbereitungen helfen und sich von ihrer besten Seite zeigen. Ausgerechnet am Tag der Jubiläumsfeier beobachtet Küken, Mitglied der Detektei Wells & Wong, von ihrem Fenster aus einen Mord im Wald. Sollte die Schule schon wieder wegen eines Verbrechens in die Schlagzeilen kommen, droht ihr das Aus. Können Daisy, Hazel und ihr Team den Fall lösen?

Freitag, 20. November 2020

Buchzugänge vs. Buchabgänge im Oktober 2020

Huch, da ist es schon wieder fast Ende November und ich komme jetzt mit meinem Monatsrückblick auf den Oktober daher. Könnte man Zeit mit Geld kaufen, ich wäre sofort dabei. So muss ich mit der Zeit haushalten, die ich zur Verfügung habe, mich oft entscheiden, was ich priorisieren soll. Damit bin ich sicher nicht alleine. Trotzdem ist solch ein buchiger Rückblick immer wieder schön. Selbst nach Jahren habe ich so ein monatliches Lesetagebuch und erinnere mich gerne zurück.


Meine Buchzugänge im Oktober - 5 Bücher



Dienstag, 17. November 2020

"Die dunklen Pfade der Magie" von A. K. Larkwood



Das Thema
Csorwe steht bereits in jungen Jahren vor der Entscheidung ihres Lebens: Soll sie ihrer Bestimmung folgen und sich als erwählte Braut des Unaussprechlichen opfern? Oder soll sie ihren Gott verraten und in die Dienste eines mächtigen Magiers treten? 
Sie wählt das Leben - und damit beginnen ihre Probleme. Als Schwerthand von Belthandros Sethennai bereist sie durch flammende Tore die Welten auf der Suche nach einem längst vergessenen Artefakt und kämpft mit Gegnern, deren Waffen schärfer sind als die beste Klinge. Irgendwann muss sie begreifen: Die dunklen Pfade der Magie sind gewunden, und auf einigen wartet ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER Tor


Einen Monat vor dem Tag, an dem Csorwe sterben würde, kam ein Fremder in das Haus der Stille. Csorwe sah seine Ankunft nicht, sie befand sich unten in der Krypta und lauschte den Toten. - S. 18


Das Leseerlebnis
Fantasyromane werden wohl immer mein großes Steckenpferd bleiben. Gerne als Jugendbuch, aber auch sehr gerne als anspruchsvolle(re) Erwachsenenversion. "Die dunklen Pfade der Magie" vereint beides. Die ungewöhnliche Fantasygeschichte ist ein echter All-Age-Roman, aber eher "typische" Erwachsenenfantasy. Hier wird man als Leser*in ziemlich gefordert, denn es wird wenig erklärt, die Handlung ist dafür recht düster-hart und weit weniger romantisch (dafür wunderbar divers und queer) als Bücher für ein jüngeres Zielpublikum. Als perfekt empfand ich das Buch nicht, gibt man der Handlung aber eine Chance, dann bekommt man einen lesenswerten und besonderen Fantasyroman geboten.

Es gibt einen Gott, einer von vielen Göttern, der Unaussprechlicher genannt wird. Ihm ist ein Schrein gewidmet, über den die Dienerinnen des angeschlossenen Tempels wachen. Csorwe ist eine solche Dienerin und außerdem die erwählte Braut des Unaussprechlichen. Alle vierzehn Jahre wird ihm die erwählte Braut geopfert, in wenigen Wochen soll Csorwe in seinen Schrein geführt werden. Dort wird sie sterben. Kurz vor Csorwes Tod kommt Sethennai in den Tempel, ein mächtiger Magier. Er bietet Csorwe an, in seinen Dienst zu treten. Sie nimmt an, flieht aus dem Tempel und vor dem Unaussprechlichen und wird Sethennais rechte Hand. Doch Csorwe erkennt bald, dass die Pfade der Magie dunkel sind, und Dinge auf sie warten, mit denen sie niemals gerechnet hat.

Sonntag, 8. November 2020

"Pepper-Man" von Camilla Bruce



Das Thema
Dies ist die Geschichte der verstorbenen Cassandra Tipp. Cassandra war erfolgreiche Autorin, exzentrische Tante - und angeklagte Mörderin. Sie hinterließ ihren Nachfahren ein Buch, das ihre Geschichte erzählt. Eine Geschichte von Pepper-Man, dem Wesen aus dem Wald, das Cassandra beschützte; eine Geschichte von blutigen Nächten und magischen Geschenken; eine Geschichte von Ehemännern aus Zweigen und Steinen. Und die Geschichte von Kindern, die im Wald verloren gingen.
Oder vielleicht doch eine Geschichte über ein kleines Mädchen, das im Schatten eines dunklen Waldes und furchtbarer Erinnerungen aufwuchs?
Es ist deine Entscheidung, ob du Cassandras düsterem Märchen glaubst.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knaur Verlag


Niemand behält das böse Mädchen im Auge. Die seltsame Tochter wird allein gelassen. Das machte es so einfach, sich wegzustehlen, an die zwielichtigen Orte der Welt vorzudringen. Entführt zu werden. Sich zu verlaufen. Ganz und gar verschlungen zu werden.
Für jene, die böse Absichten haben, riechen gute Mädchen wie Mandarinen - schmackhaft, aber bitter; es schreckt sie ab. Böse Mädchen wie ich riechen nach reifen Äpfeln, die nur darauf warten, gepflückt zu werden, saftig und sauer.
Niemand wird sie vermissen.
Aber ich hätte den Schutz einer Mutter gebrauchen können. - S. 23/24


Das Leseerlebnis
Ich kann nicht genau sagen, was ich mich an "Pepper-Man" so stark anzog, dass ich es lesen wollte. War es die unheimliche Optik? Oder die spannend-gruselige Buchbeschreibung? Vollständig einschätzen zu können, mit was ich es hier zu tun bekommen würde, wäre zu weit gegangen. Zugegeben, das Buch war für mich ein Wagnis - eines, das sich gelohnt hat. Es geht um die Kindheit und das spätere Leben von Cassandra. Ihre realen Erfahrungen oder ihre Wahnvorstellungen. Wirklichkeit oder Fantasie? Zwischen diesen zwei Optionen dürfen Leser*innen selbst wählen. Einfach ist das keinesfalls. Was im Grunde ganz klar erscheint, verschwimmt im nächsten Moment und wird zur Fraglichkeit. Mein Leseerlebnis schwankte zwischen Neugier, Abgestoßensein und so starker Faszination, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Cassandra Tripp ist tot. Ihr Leben war widersprüchlich, voller Exzentrik und Tragik. Außerdem war sie in zwei Mordfällen angeklagt. Als erfolgreiche Autorin hat Cassandra nun viel Geld hinterlassen. Das sollen ihre Nichte Penelope und ihr Neffe Janus bekommen. Aber nur unter der Bedingung, dass sie den von Cassandra hinterlassenen Brief lesen, der die Wahrheit über ihr Leben enthüllen soll. Außerdem enthält der Brief ein Passwort, mit dem der Nachlass ausbezahlt wird. Was Penelope und Janus nun lesen, übersteigt ihre Vorstellungskraft (wahrscheinlich) bei Weitem und lässt sie Dinge in völlig neuem Licht sehen.