Dieser All Age- und Jugendbuchblog wurde beendet. Schau dich jedoch gerne um! Infos dazu gibt es HIER.
Posts mit dem Label 5 vom SuB werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 5 vom SuB werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 29. November 2021

5 (Bücher) vom SuB #12


2019 startete ich eine persönliche Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das braucht Zeit, motivierte mich aber stark, sodass ich die Aktion auch 2020 und 2021 fortführe. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80-100 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte, und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #11. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Und damit beende ich diese Aktion nun, bzw. erkläre meinen SuB-Abbau für erfolgreich abgeschlossen. Mit mit diesem Beitrag, also 5 (Bücher) von SuB #12, habe ich ihn um 60 Bücher reduziert.



Das Mädchen, das den Mond trank
von Kelly Barnhill
Jedes Jahr wird das jüngste Kind einer unterdrückten Stadt im Wald ausgesetzt. Und jedes Jahr holt die Hexe Xan dieses Kind, um es zu einer neuen Familie zu bringen, damit es gut versorgt ist. Erzählt wird jedoch etwas anderes, nämlich, dass die Hexe der Stadt die Kinder raubt. Die Geschichte über die böse Hexe ist eine Lüge, ein Mittel, um die Menschen der Stadt gefügig und traurig zu machen. Als Xan eines Tages die kleine Luna aus dem Wald holt, und ihr aus Versehen Mondlicht zu trinken gibt, entwickelt sich alles anders als bisher.

"Das Mädchen, das den Mond trank" gehört zu den Büchern, die ab der ersten Seite faszinieren. Die Geschichte ist ein (dystopisches?) Märchen, voller Magie, Geheimnisvollem und Sonderbarem. Die große Liebe und Zuneigung, die in den Kapiteln mitschwingt, hat mich begeistert. Außerdem hat die Geschichte eine poetische Ader, die wie ein Gedicht auf Leser*innen wirkt. Erst gegen Ende wurde mir diese Welt-Universum-Wirrungen und Alles-ist-eins-Aussage etwas too much. Trotzdem habe ich dieses besondere Buch gerne gelesen.


Der Klang der Täuschung: Die Chroniken der Hoffnung von Mary E. Pearson
Kazi gehört zu einer Einheit königlicher Elitesoldatinnen in Venda. Sie wird von ihrer Königin in ein anderes Königreich auf Erkundungsmission geschickt. Bei einem rebellischen Stamm soll sie herausfinden, ob sich dort ein Verräter und Verbrecher versteckt, der für Großen Krieg Jahre zuvor verantwortlich ist. Dort lernt Kazi auch den Stammesanführer Jase kennen, und plötzlich sind ihre Ermittlungen weitaus komplizierter als gedacht.

Mary E. Pearson hat mich mit ihrer Die Chroniken der Verbliebenen-Fantasyreihe begeistert. "Der Klang der Täuschung" ist der erste von zwei Die Chroniken der Hoffnung-Bänden, eine Art Spin-off, mit anderen Charakteren, eigenständig zu lesen, aber auch mit dem Wiedersehen bekannter Personen. Und auch diese Geschichte hat mich mitgerissen und an die Seiten gefesselt. Sie ist spannend, gerade richtig komplex und romantisch. Ich hatten den Umfang etwas unterschätz, denn dieses erste Buch ist ganz schön lang. Machte aber nichts, es war so richtig schön schmökerig und endete (natürlich) so, dass man sofort weiterlesen möchte/muss. Richtig gut!


Der Ruf der Rache: Die Chroniken der Hoffnung von Mary E. Pearson
Kazi und Jase sollen im Auftrag von Königin Lia nach Torsfeste zurückreisen, damit alle Vorbereitungen getroffen werden, es als vollwertiges Königreich anzuerkennen. Außerdem soll Kazi verschollene Dokumente finden, die mit ihrem Inhalt zu einer Gefahr für alle Königreiche, die ganze Welt, werden können. Doch kurz vor ihrem Ziel werden sie angegriffen und getrennt. Schnell wird klar, dass Torsfeste überrannt wurde und dem neuen Herrscher dazu dienen soll, der mächtigste König überhaupt zu werden.

Ach, das war wieder ein tolles Leseerlebnis! Mary E. Pearson hat es einfach drauf und mich mit viel Spannung, Intrigen und auch Szenen fürs Herz mitgerissen. Auch wenn die Geschichte wieder recht umfangreich ist, habe ich mich keine Minute lang gelangweilt. Die Chroniken der Hoffnung-Dilogie ist eine wunderbare Reihe, die gemeinsam mit Die Chroniken der Verbliebenen im Regal bleiben wird.

Freitag, 11. Juni 2021

5 (Bücher) vom SuB #11


Bereits 2019 startete ich eine persönliche Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das braucht zwar Zeit, motivierte mich aber stark, sodass ich die Aktion auch 2020 und 2021 fortführe. Viel Spaß ist nämlich auch dabei. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80-100 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #10. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und nun geht es weiter mit 5 (Bücher) vom SuB #11 ...


Im Jahr des Affen von Que Du Luu
Minis Vater spricht kaum Deutsch, betreibt ein China-Restaurant und hält an allen Traditionen fest. Mini hingegen wird als Banane bezeichnet: außen zwar gelb, aber innen weiß. Als Minis Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini sich um das Restaurant und den schwierigen Koch kümmern. Und dann reist auch noch Onkel Wu an und holt die Vergangenheit wieder hoch.

"Im Jahr des Affen" hat etwas sehr Berührendes und hat mich schon während des Lesens über die Geschichte und das Leben von chinesischen Geflüchteten nachdenken lassen. Der Roman ist aber auch sehr spröde und anders, liest sich manchmal etwas vertrackt. Eine Bereitschaft, sich darauf einzulassen, sollte vorhanden sein. Es geht um Stolz und auch um Vorurteile, um Zukunftsängste und Familie ... und die Suche nach der eigenen Identität. Ich hatte damit ganz besondere Lesestunden.


Glück ist eine Gleichung mit 7
von Holly Goldberg Sloan
Willow wurde adoptiert, könnte sie aber wohl kein schöneres Leben vorstellen. Die 12-Jährige ist hochbegabt und hat zu Hause alle Möglichkeiten, ihren Interessen nachzugehen. Das Grundstück ums Haus hat sie in einen Gartentraum verwandelt, ein weiteres große Interessenfeld ist ihr privates Studium der Medizin. Doch dann verunglücken Willows Eltern bei einem Autounfall, und es gibt keine Angehörigen, die sich um sie kümmern könnten.

Viel zu lange lag dieses wunderbare Buch auf meinem SuB. Ich hatte ja keinen Ahnung, wie stark mir "Glück ist eine Gleichung mit 7" am Ende ans Herz gewachsen sein würde. Willow hat einen einzigartigen Blick auf die Welt und ihre Mitmenschen. Ihre Situation ist tragisch und sehr traurig, wie sich dann aber alles entwickelt und fügt, könnte nicht schöner sein. Das Buch ist humorvoll und liebevoll, vor allem aber sehr berührend. Holly Goldberg Sloan kenne ich bereits von ihren anderen Geschichten. Wieder ist ihr eine gelungen, die man nicht mehr vergisst. Perfekt!

Sonntag, 24. Januar 2021

5 (Bücher) vom SuB #10


Bereits 2019 startete ich eine persönliche Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das braucht zwar Zeit, motivierte mich aber stark, sodass ich die Aktion auch 2020 und 2021 fortführe. Viel Spaß ist nämlich auch dabei. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80-100 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #9. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und nun geht es weiter mit 5 (Bücher) vom SuB #10 ...


Das Schicksal weiß schon, was es tut
von Brigid Kemmerer
Rob und Maegan habe eine Sache gemeinsam: sie sind die Außenseiter der Schule. Robs Vater hat die Familie in Verruf gebracht. Danach wurde Rob, damals noch Star der Schule, zum Außenseiter. Und Maegan hat bei einer Prüfung geschummelt und wurde erwischt. Eine ganze Jahrgangsstufe musste wegen ihr die Prüfung wiederholen. Dementsprechend frostig ist die Stimmung. Als Rob und Maegan gemeinsam an einem Schulprojekt arbeiten müssen, finden sie zuerst überhaupt keinen Zugang zueinander. Doch das ändert sind, denn das Schicksal weiß ganz genau, was es tut.

Das Buch hatte ich 2020 lange auf dem Schirm, und es dann sogar gewonnen. Es ist ein recht aktuelles SuB-Buch. Die Geschichte fand ich klasse. Sie ist sehr schmökerig und pfiffig zu lesen, hat aber einen ersten und gefühlsbetonten Hintergrund. Abwechselnd erzählen Rob und Meg auf sehr menschliche und verständliche Art ihre Sichtweise der Dinge, und auch die sich entwickelnde Lovestory gefiel mir gut. Gegen Ende gibt es zwar einen Höhepunkt, aber keinen, der völlig aus der Bahn wirft oder als unlösbar dargestellt wird. Ich hatte mit "Das Schicksal weiß schon, was es tut" ganz wunderbare Lesestunden.


Die Worte der weißen Königin
von Antonia Michaelis
Lion lebt mit seinem Vater in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Weil er mit seiner Arbeitslosigkeit und dem ständigen Geldmangel nicht klar kommt, greift Lions Vater immer öfter zur Schnapsflasche. Er verwandelt sich dann in den schwarzen König und mißhandelt seinen Sohn. Lion hält es nicht mehr aus und haut ab. Zusammen mit seinem zahmen Adler und einem seltsamen Mädchen lebt er alleine im Wald. Und dann möchte Lion die einzige Person finden, die ihm Hoffnung gibt, die weiße Königin, eine alte Frau, die früher immer in der Kirche Geschichten vorlas.

Antonia Michaelis' Geschichten gehören für mich zu den besten. Doch Vorsicht, alle ihre Jugendbücher sind wirklich harter Tobak, haben meist etwas Schwermütiges, und gehen tief unter die Haut. "Die Worte der weißen Königin" ist genau so eine Geschichte, eine, für die ich die Autorin unendlich schätze. Und doch habe ich mir kurz überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll. In Lions Seele zu blicken fand ich nicht einfach, stellenweise kaum zu ertragen und dann, wenn er im Wald über das Dasein von Adlern schwurbelt, auch wieder recht langwierig. Das Buch fühlte sich an, wie nicht von dieser Welt. Ich habe es zu Ende gelesen ... und bin froh darüber. Die Geschichte wird mich lange beschäftigen.

Mittwoch, 25. November 2020

5 (Bücher) vom SuB #9


2019 startete ich mal wieder eine Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das motivierte mich stark und machte so großen Spaß, dass ich die Aktion 2020 fortführe. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80-100 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #8. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und nun geht es weiter mit 5 (Bücher) vom SuB #9 ...


Wie Sterne so golden von Marissa Meyer
Cress wurde als kleines Mädchen von ihrer Herrin, einer Dienerin der Königin von Luna, in einen Satelliten eingesperrt. In diesem kreist sie seit sieben Jahren um die Erde. Mit der Zeit entwickelte sich Cress zu einer bedeutenden Hackerin und wird nun von der Königin dazu eingesetzt, die Erde auszuspionieren. Eines Tages nehmen Cinder und ihre Gefährten Kontakt zu Cress auf und retten sie aus dem Satelliten. Doch die Flucht misslingt.

"Wie Sterne so golden" ist der dritte Band der Luna-Chroniken (es gibt insgesamt vier) und wieder ein Highlight. Ich kann kaum sagen, welches der Bücher mir bisher am besten gefiel. Hier wird die Geschichte von Cress erzählt, angelehnt an das Märchen Rapunzel, und in einer völlig mitreißenden Sci-Fi-Version umgesetzt. Das Buch ist sehr spannend und vielfältig, es hat aber auch lustige Szenen, viele werden richtige Insider, die mich beim Lesen oft schmunzeln ließen. Jedes Buch ist zwar eine eigene Märchenadaption, doch wird eine allumfassende Geschichte erzählt. Natürlich erfährt man hier, wie es mit Cinder, Scarlet und der Mannschaft weitergeht. Ganz große Klasse!


Milchmädchen von G. R. Gemin
Gemma lebt in einer schäbigen und trostlosen Wohngegend in Wales. Unruhen und kleinere Verbrechen sind hier an der Tagesordnung. Ihr Vater ist zur Zeit im Gefängnis und auch zu Hause läuft es nicht gut. Doch dann freundet sich Gemma mit der Außenseiterin Kate an. Kates Eltern betreiben einen Bauernhof, der leider kurz vor der Aufgabe steht. Die Mädchen wollen unbedingt die zwölf Milchkühe retten und haben die Idee, jede Kuh in der Nachbarschaft zu verteilen. Plötzlich verändert sich die ganze Wohngegend.

Vom Autor G. R. Gemin habe ich bereits das zweites Buch "Café Morelli" gelesen ... und das war toll! Auch sein Debütroman "Milchmädchen" ist wunderbar zu lesen und rührt das Herz an. Das Buch ist ein Beziehungsroman. Es ist schön zu sehen, was die Idee zweier Mädchen bewirken kann, wie sich Gemmas Denken verändert. Ebenso das der Menschen um sie herum. Es ist sicher nicht realistisch zwölf Kühe auf die Gärten und Hinterhöfe eine Wohngegend zu verteilen. Aber in der Geschichte geht es um mehr; um Freundschaft, Zwischenmenschlichkeit und einen Gesinnungswandel, der spürbar ist. Hat mir gut gefallen.

Sonntag, 12. Juli 2020

5 (Bücher) vom SuB #8


2019 startete ich eine Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das motivierte mich stark und machte so großen Spaß, dass ich die Aktion 2020 fortführe. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #7. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Weiter geht es mit 5 (Bücher) vom SuB #8 ...


Eine Geschichte der Zitrone von Jo Cotterill
Calypso wurde von ihrem Vater beigebracht, innere Stärke zu haben, sich selbst der beste Freund zu sein. Nach dem Tod ihrer Mutter hat diese Einstellung der 11-Jährigen auch immer gute Dienste geleistet. Sie ist meist alleine, verkriecht sich mit ihrem Vater zu Hause und liebt ihre Bücher. Eine beste Freundin hat Calypso nicht. Doch dann taucht Mae auf, die es ebenfalls liebt zu lesen. Eigentlich wehrt sich Calypso dagegen, aber Mae und sie werden allerbeste Freundinnen. Und plötzlich fällt Calypso auf, wie seltsam und einsam es bei ihr Zuhause ist.

"Eine Geschichte der Zitrone" ist ein sehr gefühlvolles und manchmal auch trauriges Buch. Denn Calypso gehört zu den Kindern, die sich aufgrund einer psychischen Erkrankung besonders stark und ein Elternteil kümmern müssen, sich dafür verantwortlich fühlen. Die Eltern-Kind-Rolle ist bei diesen Kindern vertauscht. Durch ihre neue Freundin und deren herzliche Familie erkennt Calypso ihre Situation ... und sie und ihr Vater bekommen Hilfe. Mich hat die Geschichte stark berührt, ich konnte darum auch nicht aufhören zu lesen. Die Autorin hat eine sehr feinfühlige Art die Situation darzustellen, und sie lässt ihre Charaktere nicht allein. Eine große Leseempfehlung!


Emmy & Oliver von Robin Benway
Emmy ist von ihren Eltern so ziemlich genervt. Sie wird ständig in Watte gepackt, bekommt viele Auflagen und Verbote. Freiheiten erkämpft sie sich heimlich. Doch das Ganze hat einen Grund, mit 7, in der zweiten Klasse, wurde Emmys bester Freund Oliver von seinem Vater von der Schule abgeholt und nie wieder nach Hause zurückgebracht. Er fehlt bis zum heutigen Tag. Nun ist Oliver zurück ... und die Situation ist schwierig. Am Verhalten von Emmys Eltern ändert sich nichts und sie und ihr bester Freund müssen sich wieder neu kennenlernen.

Das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, hat mich begeistert. "Emmy & Oliver" war mein zweites Buch von ihr, und nun zähle ich Robin Benway wirklich zu meinen Lieblingsautorinnen. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und freundschaftlich, aber auch sehr warmherzig und voller Humor. Das zu Herzen gehende Thema wurde mit eine Leichtigkeit und doch großer Feinfühligkeit umgesetzt. Ich habe gar nichts daran auszusetzen, das Buch bekommt sofort einen ewigen Platz in meinem Regal.

Sonntag, 10. Mai 2020

5 (Bücher) vom SuB #7


2019 startete ich eine Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das motivierte mich stark und machte so großen Spaß, dass ich die Aktion 2020 fortführe. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #6. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Jetzt folgt die #7 der Aktion ...


All the strangest things are true von April Genevieve Tucholke
Midnight ist fasziniert von Poppy. Poppy, die gemein ist und berechnend und andere wie Marionetten nach ihrem Willen tanzen lässt. Das weiß Midnight auch, und so ist er froh, ans andere Ende der Stadt zu ziehen, weit weg von Poppy. Dafür lernt er Wink kennen, das Mädchen vom gegenüberliegenden Farmhaus der berüchtigten Familie Bell. Wink ist verträumt, zurückhaltend und mysteriös, nicht ganz von dieser Welt. Aber gleichzeitig so echt, dass sie Midnight Halt gibt. Doch was passiert wirklich hier? Jemand weiß es.

"All the strangest things are true" ist wohl eines der seltsamsten Jugendbücher, die ich je gelesen haben. Alleine die Namen. Und dann dieses nagende Gefühl beim Lesen. Seltsam und faszinierend. So stark, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Manchmal auch beängstigend, toxisch und mysteriös. Am Ende wartet ein Twist, der nicht so einfach nachzuvollziehen ist, der einiges an Überlegungen benötigt. Die Verknüpfungen von Geschichten in der Geschichte bedeutet viel Kopfarbeit. Das Buch lässt mich etwas verstört zurück, ich weiß nicht, ob ich damit richtig glücklich bin ... jedoch ist da auch dieses leise Anklopfen in mir, dass es irgendwie großartig war.


Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser
Weil ihr Vater der Schulleiter ist, besucht Emma ein sehr exklusives Internat - Schloss Stolzenburg. Als Emma mit ihren Freundinnen die alte Bibliothek entmüllt und aufräumt, um dort einen Aufenthaltsraum und Literaturclub zu gründen, findet sie in einem Geheimfach ein altes Buch. Dies stellt sich als eine Art Internatschronik heraus. Doch nicht nur, denn alles, was in die Chronik geschrieben wird, wird wahr. Begeistert nützt Emma das zuerst aus, um Dinge zu "verbessern", dann kommt sie einem alten Geheimnis auf die Spur. Und der Erkenntnis, dass die Chronik zwar nützlich, aber ebenso gefährlich sein kann.

"Emma, der Faun und das vergesse Buch" ist Jugendliteratur wie ich sie mag - charmant, witzig und spannend. Es ist ein Buch, dass man mit einem Haps verschlingen mag, weil man mit dem Lesen gar nicht aufhören kann. Und ich war andauernd am Grinsen. Die Handlung ist herrlich charmant und vor allem amüsant. Es gibt eine kleine Lovestory, diese nimmt aber nicht den Hauptteil der Handlung ein und passt sehr gut. Zwecks Auflösung gelingt es Mechthild Gläser dann auch tatsächlich, ihre Leser*innen mit Spekulationen hinzuhalten. Am Ende kommt dann noch eine Art kurzes Zwischenspiel, dass das Buch rund abschließt. Gefiel mir sehr!

Dienstag, 11. Februar 2020

5 (Bücher) vom SuB #6


Weil mich meine 2019-Challenge, den SuB abzubauen, motivierte und großen Spaß machte, geht es auch 2020 damit weiter. Ich habe mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen. Das ist mir wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschen, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #5. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und jetzt weiter mit #6 ...


Apple und Rain von Sarah Crossan
Als kleines Kind wurde Apple von ihrer Mutter verlassen, bei der Großmutter zurückgelassen, die sich seither um sie kümmerte. Jetzt, elf Jahre später, ist die Mutter zurück, und Apple zieht begeistert bei ihr ein. Ist ihre Mum doch so viel cooler und lockere als die strenge Oma. Doch die Frage, warum sie von ihrer Mum verlassen wurde, nagt an Apple. Denn die Wahrheit schmeckt bitter.

Von Sarah Crossan habe ich bisher nur Bücher gelesen, die herausstachen. Durch die Geschichte und den einzigartigen Stil in Gedichtform. "Apple und Rain" ist ein stilistisch normaler Roman und geht doch so tief und mir beim Lesen sehr zu Herzen. Ich hatte nicht selten Tränen in den Augen. Es ist eine tragische Familiengeschichte, ein Schicksal, das man keinem Kind wünscht. Die Autorin scheut sich hier nicht vor großen Konflikten, sie lässt ihre jungen Protagonistinnen am Ende aber nicht alleine. Man hat das Gefühl, das es gut wird. Für Apple ... und für Rain.


Die Welt, wie wir sie kannten von Susan Beth Pfeffer
Miranda führt mit ihrer Familie ein normales Leben in den USA. Sie alle fiebern einem großen Ereignis entgegen, das von der Erde aus gut zu sehen ist: ein Meteorit soll auf dem Mond einschlagen. Doch danach verändert sich das Leben komplett, denn der Mond wurde durch den Einschlag aus seiner Umlaufbahn geworfen. Die Welt gerät aus den Fugen. Plötzlich müssen Miranda und ihre Familie jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen.

"Die Welt, wie wir sie kannten" erschien bei uns 2010, also schon vor geraumer Zeit. Es ist ein Endzeit-/Katastrophenroman. Als mein Sohn das Buch vor einiger Zeit abbrach, gab er als Grund an, nicht alles gut zu verstehen. Vielleicht war es ihm auch einfach zu nervenaufreibend, und es ist gut, dass er es zur Seite legte, mit seinen 12 Jahren ist er dafür noch eindeutig zu jung. Denn die Handlung ist schlimm und heftig. Ich habe das Buch in zwei Tagen kaum aus der Hand gelegt. Bis zum Schluss war ich völlig gebannt und mitgerissen, hatte während des Lesens einen ständigen Knoten im Magen. Bin sehr gespannt, wie es in Band 2 und 3 weitergeht.

Freitag, 27. Dezember 2019

5 (Bücher) vom SuB #5


Im ersten Quartal 2019 habe ich mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen. Das ist mir wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschen, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #4. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Weiter geht es mit #5 ...


Soul Beach: Frostiges Paradies von Kate Harrison
Alice' Schwester Meggie, ein Fernsehstar, wurde ermordet. Die Familie leidet. Doch dann erhält Alice eine E-Mail - von ihrer toten Schwester. Zuerst glaubt sie an einen schlechten Scherz, folgt aber schließlich der Mail-Einladung an den virtuellen Strand Soul Beach. Und dort trifft sie tatsächlich auf ihre Schwester und noch viele weitere tote Jugendliche, die alle dort festsitzen. Wer steckt hinter Soul Beach und gibt es eine Möglichkeit, von dort zu entkommen?

"Frostiges Paradies", der erste Band der Soul Beach-Trilogie war das älteste Buch auf meinem SuB. Etwas Sorge hatte ich vor dem Lesen, ob es noch meinen Geschmack treffen würde. Ich fand es spannend und super zu lesen. Die Verbindung von realer und virtueller Welt ist hier gut gelungen, hat außerdem etwas Übernatürliches, Mysteriöses. Eine Begriffe und Ansichten von Alice empfand ich als oberflächlich, oder bin inzwischen für Derartiges sensibilisiert. Gefühle, wie Trauer oder Verlust, empfand ich auch nicht als sehr ausgeprägt. Ich bin aber schon sehr gespannt wie es weitergeht.



Soul Beach: Schwarzer Sand und Salziger Tod von Kate Harrison
Meggie ist tot, lebt aber weiter am Soul Beach, einer scheinbar wunderschönen Ewigkeit, voller umwerfender junger Menschen. Am Soul Beach kann Alice ihre tote Schwester weiterhin treffen. Doch um sie von dort zu befreien, muss sie deren Mörder finden.

Ich bin kaum bis zur Hälfte des zweiten Bandes der Soul Beach-Trilogie "Schwarzer Sand" gekommen, da habe ich mich entschieden, das Buch abzubrechen. Folglich werde ich auch den Abschlussband "Salziger Tod" nicht mehr lesen. Das Buch gehört wohl zu der Sorte von YA-Titeln, die mir überhaupt nicht mehr zusagen. Die Handlung war mir zu oberflächlich oder zu naiv. Das mysterös-fesselnde Element des Soul Beachs, des Strandes, gerät hier immer mehr in den Hintergrund. Erzählerin Alice nervt mit ihrer ständigen Beurteilung von Menschen, die sich meist auf Äußerlichkeiten reduzieren. Sie beschreibt Leute als fett oder fragt sich, warum ein bestimmter Junge mit einem bestimmten Mädchen zusammen ist, "da er doch so viel besser aussieht als sie". Nein, das ist eine falsche und fragliche Wertvorstellung, die jugendliche Leser*innen hier vermittelt bekommen. Abgesehen davon, dass mich die Handlung nicht mehr sehr reizte, ist mir meine Zeit dafür zu schade.

Mittwoch, 20. November 2019

5 (Bücher) vom SuB #4


Anfang 2019 habe ich mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen. Das ist mir wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschen, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Und weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #3. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und jetzt geht es weiter mit #4 ...


In my Dreams: Wie ich mein Herz im Schlaf verlor von Claudia Siegmann
Das ehemals adelige Anwesen Runmore Manor wurde zu einem gemütlichen Hotel umgebaut. Und hier lebt auch Lu Runmore mit ihrer Familie. Lu kann Geister sehen, die früher auf dem Anwesen gewohnt haben, aber das stört sie nicht groß, sie hat sich mit ihnen arrangiert. Doch in letzter Zeit beginnt Lu zu schlafwandeln und hat seltsame Träume, die bis in die Wirklichkeit nachwirken. Was geschieht im Hotel? Und warum schleicht Ben, ein Gast, nachts durch die Hotelgänge?

Ich hatte mit meinem Griff zu "In my Dreams" nicht gedacht, welch süsses und humorvolles Jugendbuch da auf mich warten würde. Die Geistergeschichte ist charmant und total lustig und turbulent-spannend aufgebaut. Sie erinnerte mich an das Lesegefühl, das ich bei Büchern von Kerstin Gier oder Dagmar Bach habe. Diese Art von Geschichten finde ich klasse und komplett zum Wohlfühlen. "In my Dreams" ist abgeschlossen, ein Einzelband.


Wer braucht schon Liebe? von Denise Deegan
Die 16-jährige Alex hat ein Leben, das sich viele erträumen. Ihr Vater ist ein Rockstar, sie geht auf eine angesagte Schule und hat zwei allerbeste Freundinnen. Doch seit dem Tod ihrer Mutter, vor nicht mal einem Jahr, lässt Alex niemanden mehr an sich ran. Auch ihr Vater arbeitet rund um die Uhr, ist nicht für Alex da. Erst David McFadden, den Alex anfangs rundum doof findet, gelingt es, ihr harte Schale aufzubrechen.

"Wer braucht schon Liebe?" machte mir zu Beginn großen Spaß. Zwar ist Alex als Protagonistin schon sehr speziell, aber ich habe ihre Situation gut verstanden, konnte nachvollziehen, wie es ihr geht. Auch die Lovestory mit David fand ich frisch und schön zu lesen. Ab der Mitte des Buches ändert sich das, denn David muss umziehen. Alex Reaktion darauf ist völlig überzogen, ihr Verhalten nur noch bockig und verbohrt. Schwer zu ertragen. Ich weiß zwar, was die Autorin damit bezwecken wollte, gefallen hat es mir aber ab diesem Zeitpunkt nicht mehr richtig. Am Ende lässt mich das Buch mit gemischten Gefühlen zurück. Es war okay, und trotzdem nervig. Zwei weitere Bände der Reihe, in denen es um Alex' Freundinnen geht, habe ich aussortiert. Ich möchte sie nicht mehr lesen.

Freitag, 6. September 2019

5 (Bücher) vom SuB #3


Anfang 2019 habe ich mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen. Das ist mir wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschen, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Und weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #2. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und jetzt geht es weiter mit #3 ...


Eins von Sarah Crossan
Die Zwillinge Tippi und Grace sollen ab jetzt auf eine normale Schule gehen, weil sich die Eltern den Unterricht zu Hause nicht mehr leisten können. Die 16-jährigen Mädchen sind siamesische Zwillinge, ab der Hüfte zusammengewachsen, und befürchten an der neuen Schule einen Spießrutenlauf. Doch dort erleben sie nicht nur befremdliche Blicke und Unsicherheit, sondern auch echte Freundschaft. Als es Tippi und Grace gesundheitlich immer schlechter geht, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Vor dem Lesen wusste ich überhaupt nicht, was hier auf mich zukommt. Nur, dass der Roman in Gedichtform geschrieben ist. Die kurzen Kapitel sind optisch wie ein Gedicht verfasst, dadurch bekommen einzelne Sätze und Wörter eine sehr deutliche Gewichtung. Obwohl es keine Reime gibt, ist das Lesegefühl sehr besonders. Ich mag das sehr.
Die Geschichte selbst hat mich sehr berührt und aufgewühlt. Das Thema siamesische Zwillinge ist mir bisher noch in keinem Buch begegnet, Umsetzung und Feinfühligkeit empfand ich als perfekt. "Eins" ist ein Buch, an das man sich lange erinnern wird.


Die Quersumme von Liebe von Katrin Zipse
Luzie hat schon als Kind ihren Vater bei einem Wanderunfall verloren und auch ihre Oma ist schon seit einer ganzen Weile verstorben ... meint sie. Denn eines Tages findet sie im Hausmüll eine Todesanzeige, in der steht, dass ihre Oma erst kürzlich verstorben ist. Luzie beginnt nachzuforschen, denn sie mag sich nicht mehr mit den Familienlügen abfinden, die ihr Leben bestimmen. Dabei deckt sie bei sich selbst tief verschüttete Erinnerungen auf.

"Glücksdrachenzeit" der Autorin gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Und auch "Die Quersumme von Liebe" konnte mich voll und ganz für sich einnehmen. Die Geschichte ist düster, tragisch und tut oftmals sogar ziemlich weh. Neben der Tatsache, dass man unbedingt wissen möchte, was in Luzies Kindheit passiert ist, ist das Buch so gefühlvoll und echt, dass ich es wie im Rausch lesen musste. Und das Ende ... komplett wunderbar und berührend.

Sonntag, 28. Juli 2019

5 (Bücher) vom SuB #2


2019 soll das Jahr sein, in dem ich endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff nehme. Das ist mir wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschen, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Und weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der Anfang wurde bereits mit 5 (Bücher) vom SuB #1 gemacht. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Weiter geht's ...


Nur drei Worte vom Becky Albertalli
Simon vergisst in der Schule versehentlich, sich von seinem Mail-Account abzumelden. Und weil ein Mitschüler nun von den Mails zwischen Simon und Blue weiß, wird er erpresst. Denn Simon ist schwul, möchte aber selbst bestimmen, wann er sein Coming-out hat. Hoffentlich bekommt Blue nichts von den Erpressungsversuchen mit, denn Simons Leben ist auch so schon kompliziert genug.

"Nur drei Worte" ist ein sehr menschlich-sympathischer Coming-out-Jugendroman mit einem tollen Hauptprotagonisten. Simon lässt Leser*innen direkt in sein Inneres blicken, hat einen tollen Humor, aber auch Ängste und übersprudelnde Gefühle. Die Handlung wirkt spritzig-natürlich, nur selten ein bisschen inszeniert. Man kann das Buch fast in einem Rutsch durchlesen. Ich empfand es als herzlich und wunderbar und irgendwie auch jugendlich romantisch, auch wenn mir an ein bis zwei Stellen zu viele Klischees bedient wurden. Am Ende war ich dann sehr glücklich mit dem Buch.


Im Herzen der Zorn von Elizabeth Miles
Em hat mit den Furien einen Pakt geschlossen. Weil sie aber nicht darüber reden darf, scheint ihre große Liebe JD nun für sie verloren. Em verändert sich zusehends, möchte aber um JD kämpfen.
Gleichzeitig taucht ein neues Mädchen in Ascension auf. Skylar möchte ihr altes Leben hinter sich lassen und endlich beliebt und geschätzt werden. Dafür freundet sie sich mit Meg an und ihr Plan, zu den beliebtesten Jugendlichen zu gehören, scheint aufzugehen. Doch sie hat keine Ahnung, wer Meg wirklich ist.

Band 1 der Furien-Trilogie "Im Herzen die Rache" lag schon so lange zurück, dass ich das Buch vor diesem zweiten Band nochmals gelesen habe. Das war auch sinnvoll, ich konnte mich nur noch bruchstückhaft an die Handlung erinnern. "Im Herzen der Zorn" gefiel mir grundsätzlich gut, das Buch war intrigant, mit sehr spannenden und oftmals auch gruselig-abgedrehten Stellen. Doch es gehört auch zu den Büchern, deren Zeit für mich irgendwie vorbei ist. Ich ging davon aus, diese Trilogie im Regal behalten zu wollen, weiß aber jetzt schon, dass ich mich von ihr trennen werde ... nach dem Lesen von Band 3.

Dienstag, 7. Mai 2019

"Lies mich!", "Nein, mich!, "Bitte mich zuerst!" - Meine Hassliebe, der SuB


Das ist mein SuB. Etwa 80 Bücher ist er hoch und seit mehreren Jahren meine Hassliebe. Sieht er nicht schön aus? Ich finde ihn wunderschön, vor allem so schön ungelesen. Für alle Nicht-Buchblogger*innen, Gelegenheitsleser*innen oder Neugierigen - SuB bedeutet Stapel ungelesener Bücher und beschreibt die Sammlung der Bücher, die eine Vielleserin wie ich hortet, mit dem Ziel sie irgendwann einmal zu lesen. Irgendwann kann in ein paar Tagen, Wochen, Monaten, aber auch erst in ein paar Jahren sein. Im schlimmsten Fall werden SuB-Bücher gar nicht gelesen, im allerschlimmsten Fall am Ende aussortiert, weil die Sammlerin keine Lust mehr darauf hat. Du siehst, ich spreche hier von mir selbst, denn genau diese Situation war innerhalb meiner Zeit als Buchbloggerin mein ständiger Begleiter. Davor, das heißt vor etwa acht Jahren, gab es bei mir keinen SuB. Bücher wurden gekauft und danach gelesen. Zwar sammelten sich auch mal 3-5 Stück an, zu einem Problem wurden diese aber nicht.
Vor über sechs Jahren, im Januar 2013, habe ich einen ähnlichen Beitrag "Der ewige Kampf gegen der SuB oder Das Luxusproblem einer Buchbloggerin" geschrieben. Damals hatte mein Stapel ungelesener Bücher die Hälfte des Umfangs von heute. Die gedankliche Belastung war dieselbe. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert!

Donnerstag, 25. April 2019

5 (Bücher) vom SuB #1


Ich hatte es lange vor, und jetzt ist es soweit: 2019 ist das Jahr, in dem ich endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff nehme. Das ist mir wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschen, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Und weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Dafür suche ich mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Los geht's ...


Wenn ihr uns findet von Emily Murdoch
Carey lebt mit ihrer kleinen Schwester Nessa in einem kaputten Wohnwagen, mitten in einem riesigen Wald. Dorthin hat sie ihre Mutter gebracht, die fast nie da ist, die Mädchen monatelang alleine lässt. Doch dann werden die verwahrlosten Mädchen gefunden, vom Jugendamt und ihrem Vater. Eine neues Leben und eine Aufarbeitung der Dinge, die geschehen sind beginnt.

"Wenn ihr uns findet" habe ich fast am Stück verschlungen, und die Geschichte hat mir mehrfach das Herz gebrochen. Es ist kaum auszuhalten, was man hier liest und was die Mädchen durchgemacht haben. Das Buch ist sehr ausdrucksstark geschrieben und geht tief unter die Haut. Ich las es mit einem permanenten Knoten im Magen und komme jetzt, auch nach dem Ende, gedanklich nicht davon los. Ein Highlight!


Lamento: Im Bann der Feenkönigin von Maggie Stiefvater
Was mit ihr geschieht, kann die 16-jährige Deirdre selbst nicht so richtig erklären. Ständig und überall findet sie vierblättrige Kleeblätter. Sie kann plötzlich Dinge sehen, die andere nicht sehen können. Und dann steht ihr auch noch der Junge gegenüber, den Deirdre schon öfter in ihnen Träumen gesehen hat. Sie wird in eine gefährliche Welt hineingezogen, aus der es kein Entkommen gibt.

Maggie Stiefvaters erstes Buch "Lamento" erschien 2009 (leider gibt es den PAN Verlag schon seit einigen Jahren nicht mehr), und ich finde, das merkt man dem Buch auch an. Für mich war die Geschichte etwas über ihrer Zeit. Ich sag's mal lapidar runtergebrochen "normales und scheinbar unscheinbares Mädchen verliebt sich in paranormalen Jungen", und der Stil/Ausdruck ist auch (noch) nicht das, was ich von der Autorin gewöhnt bin. Ihr Hang manche Dinge nur anzureißen, und nicht näher zu erklären, zeigt sich schon hier. Aber das Buch hat auch etwas Soghaftes und düster Unheimliches, es wird richtig böse. Ich meine - Feen! Es gefiel mir schlussendlich so gut, dass es im Regal bleiben darf.