2019 startete ich eine Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das motivierte mich stark und machte so großen Spaß, dass ich die Aktion 2020 fortführe. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.
Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #6. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Jetzt folgt die #7 der Aktion ...
All the strangest things are true von April Genevieve Tucholke
Midnight ist fasziniert von Poppy. Poppy, die gemein ist und berechnend und andere wie Marionetten nach ihrem Willen tanzen lässt. Das weiß Midnight auch, und so ist er froh, ans andere Ende der Stadt zu ziehen, weit weg von Poppy. Dafür lernt er Wink kennen, das Mädchen vom gegenüberliegenden Farmhaus der berüchtigten Familie Bell. Wink ist verträumt, zurückhaltend und mysteriös, nicht ganz von dieser Welt. Aber gleichzeitig so echt, dass sie Midnight Halt gibt. Doch was passiert wirklich hier? Jemand weiß es.
"All the strangest things are true" ist wohl eines der seltsamsten Jugendbücher, die ich je gelesen haben. Alleine die Namen. Und dann dieses nagende Gefühl beim Lesen. Seltsam und faszinierend. So stark, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Manchmal auch beängstigend, toxisch und mysteriös. Am Ende wartet ein Twist, der nicht so einfach nachzuvollziehen ist, der einiges an Überlegungen benötigt. Die Verknüpfungen von Geschichten in der Geschichte bedeutet viel Kopfarbeit. Das Buch lässt mich etwas verstört zurück, ich weiß nicht, ob ich damit richtig glücklich bin ... jedoch ist da auch dieses leise Anklopfen in mir, dass es irgendwie großartig war.
Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser
Weil ihr Vater der Schulleiter ist, besucht Emma ein sehr exklusives Internat - Schloss Stolzenburg. Als Emma mit ihren Freundinnen die alte Bibliothek entmüllt und aufräumt, um dort einen Aufenthaltsraum und Literaturclub zu gründen, findet sie in einem Geheimfach ein altes Buch. Dies stellt sich als eine Art Internatschronik heraus. Doch nicht nur, denn alles, was in die Chronik geschrieben wird, wird wahr. Begeistert nützt Emma das zuerst aus, um Dinge zu "verbessern", dann kommt sie einem alten Geheimnis auf die Spur. Und der Erkenntnis, dass die Chronik zwar nützlich, aber ebenso gefährlich sein kann.
"Emma, der Faun und das vergesse Buch" ist Jugendliteratur wie ich sie mag - charmant, witzig und spannend. Es ist ein Buch, dass man mit einem Haps verschlingen mag, weil man mit dem Lesen gar nicht aufhören kann. Und ich war andauernd am Grinsen. Die Handlung ist herrlich charmant und vor allem amüsant. Es gibt eine kleine Lovestory, diese nimmt aber nicht den Hauptteil der Handlung ein und passt sehr gut. Zwecks Auflösung gelingt es Mechthild Gläser dann auch tatsächlich, ihre Leser*innen mit Spekulationen hinzuhalten. Am Ende kommt dann noch eine Art kurzes Zwischenspiel, dass das Buch rund abschließt. Gefiel mir sehr!









































