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Sonntag, 1. Mai 2011

Filmreview zu "Red Riding Hood"



"Red Riding Hood" (Catherine Hardwicke) 2011,
Fantasy, Mystery, 100 Min., Format 2,35:1,
mit Amanda Seyfried, Gary Oldman, Shilo Fernandez, Max Irons, Billy Burke, u.a.
ab 12 Jahren


In Red Riding Hood spielt Seyfried die Rolle der Valerie, eine schöne junge Frau, die zwischen zwei Männern hin- und hergerissen ist. Sie ist in einen grüblerischen Außenseiter namens Peter (Shiloh Fernandez) verliebt, jedoch haben ihre Eltern eine Hochzeit für sie mit dem wohlhabenden Henry (Max Irons) vorgesehen. Da sie einander nicht verlieren wollen planen Valerie und Peter zusammen wegzulaufen, als sie erfahren, dass Valeries ältere Schwester von einem Werwolf getötet wurde, der durch den dunklen Wald streift, der ihr Dorf umgibt… (www.filmkinotrailer.com)


Das Buch kannte ich ja schon (Rezension hier), doch steigt der Film an einer anderen Stelle ein. Ein großer Anfangsteil des Buches wird komplett weggelassen. Der Hintergrund von Valerie und Peter als Kind wird kurz in einer Rückblendung beleuchtet. Ich hatte etwas Schwierigkeiten in den Film "reinzukommen" und fand die Anfangsszenen und Dialoge eher dümmlich und lahm.
Doch dann nimmt der Film schnell Fahrt auf, wird richtig spannend und teilweise auch recht gruselig und makaber. Viele Darsteller werden verdächtigt der Werwolf zu sein und als Zuschauer wächst die Spannung immer mehr.

Das Filmsetting ist extrem märchenhaft und kitschig, fast etwas zu überladen und gesättigt. Die Farben habe meistens einen goldenen, glänzenden Ton, nachts und im Wald scheinen sie blaustichig.
Ich hatte manchmal das Gefühl, einen alten Märchenfilm (wie "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel") in modernem, überladenen Design zu schauen. Der computeranimierte Werwolf ist gruselig, wirkt aber billig animiert. Das habe ich schon viel besser gesehen!

Im Buch fehlt das letzte Kapitel, weil der Film einen Schluss enthält, der nicht verraten werden sollte. Nun ja, der Schluss war etwas merkwürdig und nicht so, wie ich ihn mir gewünscht hätte. In jedem Fall kein klassisches "Happy-End".
Der Zuschauer sollte aber bis nach dem Abspann sitzen bleiben und sich auf die Leinwand konzentrieren.

Der Film ist in Ordnung, mir war nicht langweilig und ich fühlte ich gut unterhalten. Nach dem tollen Trailer hatte ich ihn mir allerdings etwas "cooler" vorgestellt. Der Soundtrack und die Musikuntermalung ist klasse und kommt im Kino mit Dolby Digital richtig gut an.
Man wird aber auch nicht's verpassen, wenn man den Film nach DVD/Blu-ray-Release zu Hause anschaut.

© Damaris Metzger, damarisliest.de